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Paradigm Premier 620C v2 Nussbaum
Großer Center-Lautsprecher der Premier-v2-Serie von Paradigm: Der 620C v2 vereint einen koaxialen Mitteltöner, zwei 177-mm-Carbon-X-Woofer und zwei Passivmembranen in einem einen Meter breiten geschlossenen Gehäuse. Seine hohe Empfindlichkeit und sein erweiterter Bass machen ihn in großen Heimkinosystemen besonders souverän, wo er für klare Dialoge und eine homogene Klangfront sorgt. Die meisten Center-Lautsprecher ordnen ihre Chassis horizontal beidseits des Hochtöners an. Diese Anordnung führt zu einem bekannten Nachteil: Sobald man den mittleren Sitzplatz verlässt, erreichen Schallanteile aus voneinander entfernten Punkten das Ohr mit kleinen Zeitversätzen, was Einbrüche im Frequenzgang verursacht – ein Phänomen, das als „Kammfiltereffekt“ bezeichnet wird. Der Klangcharakter einer Stimme verändert sich dann je nach Sitzplatz. Paradigm vermeidet diesen Nachteil, indem der 25-mm-AL-MAC-Hochtöner exakt im Zentrum der 152-mm-AL-MAG-Mitteltönermembran sitzt. Beide Chassis strahlen von einem einzigen Punkt aus, was man als „Punktschallquelle“ bezeichnet. Stimmen behalten so über die gesamte Breite des Sofas hinweg dieselbe tonale Balance und nicht nur auf dem mittleren Sitzplatz. Die Kalotte aus einer Aluminium-, Magnesium- und Keramiklegierung gewinnt an Steifigkeit, wodurch Resonanzen, die den Hochton verfärben könnten, in höhere Frequenzbereiche verschoben werden; ein OSW-Waveguide und eine perforierte PPA-Linse sorgen für eine gleichmäßigere Abstrahlung. Der Mitteltöner stützt sich seinerseits auf eine 50-mm-Schwingspule und den patentierten Dual-Sync Continuous Flux-Motor von Paradigm. Die Frequenzweiche trennt die Bereiche bei 1,7 kHz zwischen Hochtöner und Mitteltöner und dann bei 750 Hz zwischen Mitteltöner und Bass. Der Bass basiert auf zwei 177-mm-Chassis mit Carbon-X-Membran, einem einteiligen Bauteil, das Steifigkeit und Leichtigkeit vereint. Eine steife Membran verformt sich unter Druck nur wenig; ist sie leicht, beschleunigt und stoppt sie schnell, was sich in präzisem statt nachschwingendem Bass äußert. Die Aufhängungen mit Active Ridge Technology der dritten Generation ermöglichen einen großen Hub, nützlich, um bei dichten Szenen einen hohen Pegel ohne Verhärtung zu halten. Zu diesen beiden Chassis kommen zwei passive 177-mm-Strahler hinzu, ebenfalls aus Carbon-X. Ein Passivstrahler ist eine Membran ohne Antrieb, die durch den Luftdruck in Bewegung gesetzt wird, den die Woofer im Gehäuse erzeugen. Er erweitert den Bass nach unten wie es ein Bassreflexkanal tun würde, jedoch ohne Strömungsgeräusche und ohne die Aufstellungsempfindlichkeit, die ein Bassreflexkanal mit sich bringt. Das Gehäuse bleibt also geschlossen, und der 620C v2 reicht laut DIN-Messung bis 33 Hz hinunter, mit einem Frequenzgang von ±3 dB bereits ab 49 Hz. Eine solche Erweiterung ermöglicht es dem Center, den Körper tiefer Stimmen und den unteren Mittelton wiederzugeben, ohne alles dem Subwoofer zu überlassen. Das Gehäuse besteht aus stark versteiftem MDF mit inneren Verstrebungen und einer verstärkten Schallwand, die störende Vibrationen in Schach halten. Bei einem Center dieses Volumens ist diese Steifigkeit entscheidend: Ein mitschwingendes Paneel fügt der Stimme, die es eigentlich originalgetreu wiedergeben soll, eigene Verfärbungen hinzu. Bleibt die Frage nach dem Format. Mit 104,1 cm Breite, 22,6 cm Höhe und 34,8 cm Tiefe bei 21,8 kg verlangt der 620C v2 nach einer breiten, stabilen und tiefen Auflage: einem großformatigen TV-Möbel oder einem dedizierten Board, nicht nach einem schmalen Regal. Das Fehlen eines Bassreflexkanals macht ihn unempfindlich gegenüber einer Aufstellung nahe an einer Wand oder innerhalb eines geschlossenen Möbelstücks, wo ein Lautsprecher mit Bassreflexöffnung mehr Freiraum benötigen würde. Tief unter einem Fernseher platziert, profitiert er davon, leicht zu den Hörern hin angewinkelt zu werden, damit der Hochton auf Ohrhöhe zielt. Drei Ausführungen sind erhältlich: Hochglanzschwarz, Walnuss und Schwarz-Walnuss. ...
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