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Mofi Electronics StudioDeck +

00032672 Als Mobile Fidelity Sound Lab, ein seit 1977 auf das Remastering von Schallplatten ausgehend von den Originalbändern spezialisiertes Label, beschloss, eigene Plattenspieler zu produzieren, ging es nicht darum, einfach ein Logo auf ein bestehendes Produkt zu kleben. Die Marke vertraute die Entwicklung Allen Perkins an, dem Gründer von Spiral Groove, dessen Plattenspieler für mehrere Zehntausend Euro gehandelt werden. Das Ergebnis ist der StudioDeck, das erste Modell der MoFi Electronics Reihe, hier geliefert in der „+“-Version mit vormontiertem StudioTracker-Tonabnehmer. Allen Perkins hat beim StudioDeck die Konstruktionsprinzipien angewandt, die er auch bei seinen Spiral-Groove-Modellen verwendet, und sie an eine Serienfertigung sowie eine zugänglichere Positionierung angepasst. Der Plattenspieler wird im MoFi-Werk in Ann Arbor, Michigan, von Hand montiert. Die Zarge basiert auf einer sogenannten „Constrained Layer Dampening“-Struktur: Eine Platte aus gebürstetem Aluminium ist auf einen 35 mm starken MDF-Korpus geklebt. Das Aluminium sorgt für mehr Masse und Steifigkeit, das MDF absorbiert Resonanzen. Diese Kombination aus Materialien mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften begrenzt klangliche Verfärbungen – ein Prinzip, das man auch bei deutlich teureren Plattenspielern findet. Der quadratische Ein-/Ausschalter leuchtet orange, ein dezentes Detail, das dem Ganzen einen „Studio“-Charakter verleiht, der gut zum Produktnamen passt. Die Abmessungen (50,0 × 36,2 cm) sind für diese Preisklasse großzügig, eine direkte Folge des 10-Zoll-Tonarms. Mit 8,66 kg bleibt der StudioDeck leicht genug, um kein verstärktes Möbel zu erfordern, bietet aber zugleich genügend Masse für eine gute Stabilität. Die meisten Plattenspieler dieser Kategorie verwenden einen 9-Zoll-Tonarm. MoFi hat sich für einen 10-Zoll-Tonarm entschieden (254 mm effektive Länge), ein Format, das normalerweise teureren Modellen vorbehalten ist. Der Vorteil eines längeren Tonarms ist geometrischer Natur: Der größere Abstand zwischen Drehpunkt und Diamant reduziert den Spurfehlwinkel, also die Winkelabweichung zwischen Diamant und Rille. Weniger Spurfehlwinkel bedeutet weniger Verzerrungen, insbesondere in den Innenrillen der Schallplatte, wo die Rillen enger sind. Der Studio-Tonarm ist ein gerades Aluminiumrohr, gelagert auf hochpräzisen kardanischen Lagern (gimbal). Der Tonabnehmerkopf ist fest, mit einem dämpfenden O-Ring zwischen dem Rohr und dem Headshell. Die interne Verkabelung besteht aus sauerstofffreiem Kupfer (OFC). Die verfügbaren Einstellungen decken das Wesentliche ab: Auflagekraft, Höhe (VTA), Azimut und Antiskating. Das Antiskating ist klassisch mit Faden und Gegengewicht ausgeführt. Der Kröpfungswinkel beträgt 22,8° und ist um ± 2° einstellbar, der Überhang (overhang) beträgt 18 mm. Der Tonarm akzeptiert Tonabnehmer von 5 bis 10 g und deckt damit die große Mehrheit der am Markt erhältlichen MM- und MC-Tonabnehmer ab. Die Ausgänge erfolgen über vergoldete RCA-Anschlüsse auf der Rückseite des Plattenspielers, die durch eine Abschirmung aus Kupferfolie gegen Funkstörungen geschützt sind. Der Nutzer wählt seine eigenen Verbindungskabel, ein willkommenes Detail, das einer schrittweisen Aufrüstung Tür und Tor öffnet. Der Teller besteht aus Delrin, einem von DuPont entwickelten technischen Polymer, mit einer Dicke von 19 mm (3/4 Zoll) bei einer Masse von etwa 1,8 kg. Die Wahl von Delrin ist kein Zufall: Seine kristalline Struktur weist eine mechanische Impedanz auf, die der von Vinyl nahekommt, was die Absorption parasitärer Vibrationen im Kontakt mit der Schallplatte begünstigt. Der Teller bietet eine gute Trägheit und bleibt zugleich leicht zu bearbeiten – ein Kompromiss, den Perkins auch bei seinen High-End-Modellen nutzt. Das Hauptlager ist invertiert aufgebaut: Eine feste Achse aus gehärtetem Stahl greift in eine Bronzehülse ein, mit einer Teflon-Lagerspitze. Diese Lagerart, die bei teureren Plattenspielern häufig vorkommt, gewährleistet a...

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